Arnsberg. Wer Leningrad oder St. Petersburg besucht hat, hat sicherlich in einem der Zarenschlösser in der näheren Umgebung Halt gemacht. Tatsächlich runden sie den Glanz der ehemaligen Zarenmetropole ab. Am Mittwoch, 16.02., geänderte Anfangszeit (!) 14:00 - 17:45 Uhr wird Prof. Dr. Walther K. Lang das Schloss Pawlowsk in den provisorischen Räumen der VHS in Arnsberg, Adolf Sauerschule, Sauerstr. im Rahmen der senaka Kunstwoche vorstellen. Der Referent, Professor für Kunstgeschichte in St. Petersburg, kennt sich natürlich in „seinem Schloss“ Pawlowsk aus wie in seiner Westentasche und wird die Details dieses schönsten aller klassizistischen russischen Meisterwerkes herausarbeiten und dabei auch den romantischen Landschaftsgarten der Zarin Katharina der Großen entsprechend würdigen. Zwischen den Seminarteilen werden Kaffee und Kuchen gereicht (im Eintrittspreis enthalten).
Anmelden können Sie sich telefonisch unter 02931 530 257 oder 13464 oder per Mail an
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 Sucht man im "Örtlichen" nach Arnsberg, muss man, um Telefonnummern aus unserem schönen Städtchen zu erhalten, auf Arnsberg, Westfalen, klicken. Arnsberg war und ist ein Teil von Westfalen. Das Herzogtum Westfalen war über mehrere Jahrhundete eines der bedeutesten geistlichen Gebiete des heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und war Teil des Kölner Kurstaates. Zu Westfalen gehörten neben dem Hochsauerlandkreis, den Kreis Olpe, die Stadtgebiete Menden, Balve, der Iserlohner Ortsteil Sümmern, Teile von Neuenrade, große Teile des Kreises Soest und Volksmarsen (heute Hessen). Begonnen hatte alles mit den Sachsenkriegen Karls des Großen, der im Jahre 777 das Sauerland eroberte und die Missionierung zum Christentum dem Erzherzog von Köln übertrug. 1180 wurde Heinrich der Löwe gestürzt und das Herzogtum Sachsen geteilt. Neuer Herzog von Westfalen wurde Erzbischon Philipp von Heinsberg, der Burgen bauen ließ und Städte befestigte. Zu der Erweiterung Westfalens beigetragen hat auch Graf Gottfried IV von Arnsberg. Dieser kinderlose Graf verkaufte seine Grafschaft 1368 an die Kölner Kirche und wurde damit als einziger weltlicher Graf im Kölner Dom begraben. Der Stadt Neheim schenkte der Graf 1368 über 900 Morgen Land.
Die älteren Hüstener können sich noch erinnern: Das erste Parteiprogramm der am 26.07.1945 gegründeten CDU wurde in Hüsten beschlossen und trug den Namen "Neheim-Hüstener Programm". Der Zonenausschuss der Christlich-Demokratischen Union in der britischen Besatzungszone, zu denen auch der spätere erste Bundeskanzler Konrad Adenauer gehörte, tagten vom 26.02 bis 01.03.1946 im Karolinenhospital in Hüsten. Dort beschlossen die Anwesenden das erste Parteiprogramm in ihrer Geschichte. Unter den Eindrücken des 2. Weltkrieges forderte das Programm den Aufbau eines demokratischen und föderalen Rechtsstaates. In Hüsten wurde auch Konrad Adenauer als CDU-Vorsitzender in der britischen Zone formell gewählt. Am 6. März 1946 hielt Konrad Adenauer zum Programm der CDU von Neheim-Hüsten eine Rede im Nordwestdeutschen Rundfunk. Einige Passagen haben wir Ihnen hier abgedruckt: "Jede Partei soll sagen, was sie will. Sie soll es sagen mit so klaren und so unmissverständlichen Worten, so ehrlich und offen, dass unser Volk auch wirklich erkennt, was sie will." "Die Demokratie erschöpft sich für uns nicht in der parlamentarischen Regierungsform. Sie ist für uns eine Weltanschauung, die ebenfalls wurzelt in der Auffassung von der Würde, dem Werte und den unveräußerlichen Rechten eines jeden einzelnen Menschen, die das Christentum entwickelt hat. Demokratie muss diese unveräußerlichen Rechte achten im staatlichen, im wirtschaftlichen und kulturellen Leben." "Der Staat besitzt kein schrankenloses Recht. Seine Macht findet ihre Grenzen an der Würde und den unveräußerlichen Rechten der Person." "Gleiches Recht, Rechtssicherheit und Gerechtigkeit für jeden. Recht auf politische und religiöse Freiheit; Anerkennung der grundlegenden Bedeutung der Familie für das Volk; Recht der Frau auf freie Betätigung im beruflichen und öffentlichen Leben." "Die Wirtschaft hat ein doppeltes Ziel: die Bedarfsdeckung des Volkes und die Entfaltung der schaffenden Kräfte des Menschen und der Gemeinschaft. Ausgangspunkt aller Wirtschaft ist die Anerkennung der Persönlichkeit." "Der Erwerb mäßigen Besitzes durch ehrlich Schaffende ist daher nach Möglichkeit zu fördern. Das gilt besonders auch für den Erwerb eines Eigenheims. Wir wollen Arbeit für jeden, der arbeiten will."
Am Sonntag, den 14.02.2010 wird auch in Neheim-Hüsten wieder Valentinstag gefeiert. Dieser Tag ist nach dem Heiligen Valentin genannt, dem Heiligen de Verliebten. Dieser soll im 3. Jahrhundert n. Chr. geboren worden sein und wahrscheinlich um 268 getötet.Valentin war Bischof von Terni. Er soll Menschen aus dem Klostergarten Blumen geschenkt haben. Außerdem habe er Verliebte getraut, obwohl ihm dieses vom Kaiser verboten war. Ehen, die Valentin getraut hat, seien besonders glücklich gewesen. Der Bischof von Terni soll den Männern der Stadt geraten haben, zu Hause bei Ihren Familien zu bleiben, anstatt in den Krieg zu ziehen. Deshalb ließ ihn Kaiser Claudius im Jahr 268 hinrichten. Verliebte können auch in Arnsberg und Neheim-Hüsten den Valentinstag feiern. Neben Blumengeschenken und Karten, werden viele Pärchen "essen gehen". Einige Restaurants, wie beispielsweise das Restaurant Arena in Neheim auf der Mendener Straße, bieten spezielle Valentinstags-Menüs an. Wir raten Ihnen in Restaurants und Bars Tische vorzubestellen. Außerdem weisen wir darauf hin, dass das Gutschein-Buch, durch das man in bestimmten Restaurants nur das günstigste von zwei Gerichten zahlen muss, an Valentinstag nicht gilt.
Mit dem Sturm auf die Bastille, dem Pariser Gefängnis, begann am 14.07.1789 die französische Revolution. Im Zeichen der Aufklärung, aber vor allem aus Hundersnot revoltierten die französischen Bürger gegen den ersten und zweiten Stand (Adel und Kirche). Die genauen Ursachen der französischen Revolution können hier nicht in allen Einzelheiten erläutert werden. In der Zeit der französischen Revolution und der anschließenden Herrschaft von Napoleon Bonaparte flohen viele Franzosen aus dem Land. Auch in Arnsberg kamen ca. 300 Emigranten unter. Dieses war eine bemerkenswerte Leistung, wenn man bedenkt, das zu dieser Zeit nur ca. 2000 Einwohner in der Regierungsstadt an der Ruhr lebten. Die Folge war ein ungewohnt buntes und vielgestaltiges gesellschaftliches Leben in Arnsberg.
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"Das gemalte Buch von Wedinghausen", der Gero-Codex ist zurück nach Arnsberg gekehrt.
Das über 1.000 Jahre alte Buch ist in dem berühmten Skriptorium Reichenau entstanden und wird zurzeit im Kloster Wedinghausen ausgestellt. Seit 2003 zählt dieses berühmte mittelalterliche Buch zum "Memory of the World" der UNESCO.
Auf 176 Seiten sind 298 Evangelistentexte enthalten. Kunstvolle Malereien in Gold- und Purpurtinte erstrahlen in ganzer Pracht.
Das faszinierende Buch, welches sonst gut beschützt vor äußeren Einflüssen in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt lagert, kann noch bis zum 17.01.2010 im Kloster-Wedinghausen in Alt-Arnsberg besichtigt werden.
Studenten der Medientechnik der FH Südwestfalen haben zudem eine mediale Präsentation erarbeitet.
Aufgrund der hohen Resonanz finden am 04.01.2010 und am 14.01.2010 jeweils um 16:30 weitere Führungen statt. Zu den Führungen kann man sich unter den Telefonnummern 02932/972811 oder 02931/13464 anmelden.

Wegen der guten medialen Aufbereitung kann die Ausstellung aber auch während der normalen Öffnungszeiten (tägl. 14:00 bis 17:00 Uhr außer Freitags und außer 24. und 25.12. und 31.12. und 1.1.) besichtigt werden. Die DVD zur Ausstellung ist für 10 Euro im Stadtarchiv sowie in der Ausstellung erhältlich (Tel. 02931/893-1241). Ein Buch zur Ausstellung wird voraussichtlich erst zum Ende der Leihgabe erhältlich sein.
Wer malte das Buch?
Wer gab den Auftrag zur Erstellung des Buches?
Welche Ziele verfolgte der Auftraggeber mit diesem Buch?
Und wie kam das Buch von Arnsberg nach Darmstadt?
Antworten zu diesen spannenden Fragen erhalten Sie in der Ausstellung rund um den Gero-Codex im Kloster Wedinghausen
Einen kleinen Film zur Ausstellung finden Sie hier: Stadtarchiv Kloster Wedinghausen
Das komplette Buch können Sie sich im Internet hier anschauen: http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/hs_da_hs1948/hs_da_hs1948.htm
Bereits am 13.09.2009, am Tag des offenen Denkmals, wurden die Klassizistischen Gartenhäuser in den ehemaligen Bürgergärten feierlich eröffnet. Versteckt in der Twiete, zwischen Mühlengraben und Altstadt, stehen die beiden historischen Gartenhäuser.
Vermutlich zwischen 1822 und 1850 wurden die beiden Gartenhäuser errichtet.
Zur Entstehung der Gartenhäuser: Mit der Zugehörigkeit zu Preußen ab 1816 wurde Arnsberg Regierungssitz. Viele Preußische Beamte zogen nach Arnsberg und unter Aufsicht des Oberlandesbaudirektors Karl Friedrich Schinkel entstand rund um den Neumarkt ein preußisches Regierungsviertel. Da die Grundstücke sehr schmal waren, konnten die Eigentümer der Bürgerhäuser die Flurstücke hinunter zum Mühlengraben hinzukaufen. In schön gestalteten Gärten entstanden die Gartenhäuser und vermittelten dem Betrachter eine romantische Kulisse. Das schief aussehende Gartenhaus Twiete 6 besitzt eine aus dem Barock entlehnte Form. Das ältere Gartenhaus Twiete 8 wurde im klassizistischen Stil errichtet.
Die Grundstücke wurden im Jahr 2005 von der Stadt Arnsberg erworben. In 2008 wurden die Gartenhäuser fach- und denkmalgerecht restauriert.
In mehreren Bauabschnitten sollen die Gärten, in denen die beiden Häuser stehen, neu gestaltet werden und später einmal bis zum Mühlengraben hinunter führen und somit an den Ruhrradweg angeschlossen werden. Die Bürgergärten sind für die Öffentlichkeit zugänglich.
Ein paar Impressionen von den Gartenhäusern und dem Park gibts hier
Immer am letzten Sonntag vor dem 1. Advent wird in der evangelischen Kirche Totensonntag oder Ewigkeitsonntag gefeiert. Mit dem Totensonntag endet das kirchliche Jahr. In den evangelischen Gemeinden werden an diesem Tag die Namen der in diesem Kirchenjahr verstorbenen Gemeindemitglieder verlesen. In Gedenken an die Toten werden, ähnlich wie beim katholischen Allerseelen- bzw. Allerheiligenfest, die Friedhöfe besucht.
Vor 20 Jahren, in der Nacht vom 09. auf den 10. November 1989 fiel die Berliner Mauer und leitete damit das Ende des Kalten Krieges und die Deutsche Wiedervereinigung ein. Zwar war Berlin von Arnsberg weit weg, aber selbstverständlich hatte der Kalte Krieg auch Auswirkungen auf die Regierungsstadt an der Ruhr. Zwischen 1945 und Anfang der 1950er Jahre kamen ca. 12 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus dem Osten Europas nach Deutschland. Zudem zogen bis zum Bau der Berliner Mauer am 13.08.1961 3,8 Millionen Menschen von Ost- nach Westdeutschland. Auch Arnsberg nahm Flüchtlinge von "drüben" auf und integrierte sie in das Stadtgebiet. Nach dem Bau der Berliner Mauer und der Errichtung des Eisernen Vorhangs traf auch Arnsberg Vorsorge für einen notfalls eintretenden "Warmen Krieg". In der Rumbecker Straße in Arnsberg wurde ein Atombunker gebaut, in dem 0,7 Prozent der Arnsberger Bevölkerung untergekommen wären. Selbst die dort geretteten Menschen hätten nur für 14 Tage Schutz gehabt, bei einer Raumtemperatur von 30 Grad Celsius, einer Luftfeuchtigkeit von 99 Prozent, einem halben Liter Wasser und 2 Scheiben Dosenbrot pro Kopf und Tag. Es ist davon auszugehen, dass auch bei den Bunkerbewohner die Sterberate von 1/3 zu befürchten gewesen wäre. In Holzen hatten die US-Streitkräfte Atomsprengköpfe gelagert. Als Michail Gorbartschow, der sowjetische Generalsekretär des Zentralkommitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, ab März 1985 mit der Perestroika den Prozess zum Umbau und zur Modernisierung des gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Systems der Sowjetunion einleitete und mit Glasnost den sowjetischen Bürgern Meinungs- und Pressefreiheit gewährte, begann eine Annährung des Ostblocks an den Westen. Die latente Bedrohung eines Krieges nahm weiter ab. Als in Berlin vor 20 Jahren die Mauer geöffnet wurde, war das das Ende der DDR. Deutschland wurde am 03.10.1990 wiedervereinigt. Auch nach Arnsberg kamen einige Bewohner der ehemaligen DDR um im westdeutschen Arnsberg ihr Glück zu finden. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, in der Zeit von 1988 bis 2004, zogen auch 3 Millionen Aussiedler und Spätaussiedler aus Ost- und Mitteleuropa nach Deutschland. Ein Teil davon kam nach Arnsberg und wurde auch hier eingegliedert und heimisch.
Tierschau in Hüsten wegen Streit mit Neheim Die Hüstener Kirmes fand zu Ehren der St. Petri Pfarrei Hüsten statt. Die Pfarrei St. Petri Hüsten zählt zu den 12 Stammpfarreien des Sauerlandes. Schon 802 n. Chr. wird Hüsten in einer Urkunde der Benediktiner-Abtei erwähnt. An die Bedeutung als Kirchort erinnert heute noch die über 1100 Jahre alte Hüstener Kirmes. 1876 wird in Hüsten der „Landwirtschaftlichen Lokal-Verein Hüsten", aus dem später die Hüstener Kirmesgesellschaft hervorging, gegründet. Veranlassung hierzu gab "das rücksichtslose Benehmen" der Neheimer Mitglieder des landwirtschaftlichen Kreisverbandes Arnsberg in der Versammlung in Hüsten am 9. Juni 1876, die verlangten, dass das Kreistierschaufest alljährlich in Neheim gefeiert werden sollte. Deshalb ließen sich 55 Neheimer Bürger in den Kreisverband Arnsberg aufnehmen und besaßen so die nötige Mehrheit um zu beschließen, dass das Kreistierschaufest in Neheim stattfinden soll. Protest dagegen half nichts. Als dann auch noch die Bemerkung fiel "Wir brauchen keine Bauern in unserem Vereine", erklärten viele Mitglieder ihren Austritt aus dem Kreisverein und gründeten den Landwirtschaftlichen Lokalverein Hüsten. Am 18.09.1876, also bereits im Gründigungsjahr, gab es die erste Tierschau auf der Hüstener Kirmes. Am 27.02.1935 wurde die Hüstener Kirmesgesellschaft gegründet. Früher fand die Hüstener Kirmes direkt in Hüsten statt. Die Karussels und Buden waren auf dem Hüstener Marktplatz und der Rönkhauser Straße aufgestellt. Der Tiermarkt fand in den Nebestraßen statt. Wegen Verkehrsbehinderungen wurde die Hüstener Kirmes später auf die Riggenweide verlegt, wo sie heute noch stattfindet. Die montags stattfindene Tierschau gibt es aber weiterhin auf dem Hüstener Marktplatz.
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