Am Sonntag, den 14.02.2010 wird auch in Neheim-Hüsten wieder Valentinstag gefeiert. Dieser Tag ist nach dem Heiligen Valentin genannt, dem Heiligen de Verliebten. Dieser soll im 3. Jahrhundert n. Chr. geboren worden sein und wahrscheinlich um 268 getötet.Valentin war Bischof von Terni. Er soll Menschen aus dem Klostergarten Blumen geschenkt haben. Außerdem habe er Verliebte getraut, obwohl ihm dieses vom Kaiser verboten war. Ehen, die Valentin getraut hat, seien besonders glücklich gewesen. Der Bischof von Terni soll den Männern der Stadt geraten haben, zu Hause bei Ihren Familien zu bleiben, anstatt in den Krieg zu ziehen. Deshalb ließ ihn Kaiser Claudius im Jahr 268 hinrichten. Verliebte können auch in Arnsberg und Neheim-Hüsten den Valentinstag feiern. Neben Blumengeschenken und Karten, werden viele Pärchen "essen gehen". Einige Restaurants, wie beispielsweise das Restaurant Arena in Neheim auf der Mendener Straße, bieten spezielle Valentinstags-Menüs an. Wir raten Ihnen in Restaurants und Bars Tische vorzubestellen. Außerdem weisen wir darauf hin, dass das Gutschein-Buch, durch das man in bestimmten Restaurants nur das günstigste von zwei Gerichten zahlen muss, an Valentinstag nicht gilt.
Mit dem Sturm auf die Bastille, dem Pariser Gefängnis, begann am 14.07.1789 die französische Revolution. Im Zeichen der Aufklärung, aber vor allem aus Hundersnot revoltierten die französischen Bürger gegen den ersten und zweiten Stand (Adel und Kirche). Die genauen Ursachen der französischen Revolution können hier nicht in allen Einzelheiten erläutert werden. In der Zeit der französischen Revolution und der anschließenden Herrschaft von Napoleon Bonaparte flohen viele Franzosen aus dem Land. Auch in Arnsberg kamen ca. 300 Emigranten unter. Dieses war eine bemerkenswerte Leistung, wenn man bedenkt, das zu dieser Zeit nur ca. 2000 Einwohner in der Regierungsstadt an der Ruhr lebten. Die Folge war ein ungewohnt buntes und vielgestaltiges gesellschaftliches Leben in Arnsberg.
"Das gemalte Buch von Wedinghausen", der Gero-Codex ist zurück nach Arnsberg gekehrt.
Das über 1.000 Jahre alte Buch ist in dem berühmten Skriptorium Reichenau entstanden und wird zurzeit im Kloster Wedinghausen ausgestellt. Seit 2003 zählt dieses berühmte mittelalterliche Buch zum "Memory of the World" der UNESCO.
Auf 176 Seiten sind 298 Evangelistentexte enthalten. Kunstvolle Malereien in Gold- und Purpurtinte erstrahlen in ganzer Pracht.
Das faszinierende Buch, welches sonst gut beschützt vor äußeren Einflüssen in der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt lagert, kann noch bis zum 17.01.2010 im Kloster-Wedinghausen in Alt-Arnsberg besichtigt werden.
Studenten der Medientechnik der FH Südwestfalen haben zudem eine mediale Präsentation erarbeitet.
Aufgrund der hohen Resonanz finden am 04.01.2010 und am 14.01.2010 jeweils um 16:30 weitere Führungen statt. Zu den Führungen kann man sich unter den Telefonnummern 02932/972811 oder 02931/13464 anmelden.

Wegen der guten medialen Aufbereitung kann die Ausstellung aber auch während der normalen Öffnungszeiten (tägl. 14:00 bis 17:00 Uhr außer Freitags und außer 24. und 25.12. und 31.12. und 1.1.) besichtigt werden. Die DVD zur Ausstellung ist für 10 Euro im Stadtarchiv sowie in der Ausstellung erhältlich (Tel. 02931/893-1241). Ein Buch zur Ausstellung wird voraussichtlich erst zum Ende der Leihgabe erhältlich sein.
Wer malte das Buch?
Wer gab den Auftrag zur Erstellung des Buches?
Welche Ziele verfolgte der Auftraggeber mit diesem Buch?
Und wie kam das Buch von Arnsberg nach Darmstadt?
Antworten zu diesen spannenden Fragen erhalten Sie in der Ausstellung rund um den Gero-Codex im Kloster Wedinghausen
Einen kleinen Film zur Ausstellung finden Sie hier: Stadtarchiv Kloster Wedinghausen
Das komplette Buch können Sie sich im Internet hier anschauen: http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/hs_da_hs1948/hs_da_hs1948.htm
Bereits am 13.09.2009, am Tag des offenen Denkmals, wurden die Klassizistischen Gartenhäuser in den ehemaligen Bürgergärten feierlich eröffnet. Versteckt in der Twiete, zwischen Mühlengraben und Altstadt, stehen die beiden historischen Gartenhäuser.
Vermutlich zwischen 1822 und 1850 wurden die beiden Gartenhäuser errichtet.
Zur Entstehung der Gartenhäuser: Mit der Zugehörigkeit zu Preußen ab 1816 wurde Arnsberg Regierungssitz. Viele Preußische Beamte zogen nach Arnsberg und unter Aufsicht des Oberlandesbaudirektors Karl Friedrich Schinkel entstand rund um den Neumarkt ein preußisches Regierungsviertel. Da die Grundstücke sehr schmal waren, konnten die Eigentümer der Bürgerhäuser die Flurstücke hinunter zum Mühlengraben hinzukaufen. In schön gestalteten Gärten entstanden die Gartenhäuser und vermittelten dem Betrachter eine romantische Kulisse. Das schief aussehende Gartenhaus Twiete 6 besitzt eine aus dem Barock entlehnte Form. Das ältere Gartenhaus Twiete 8 wurde im klassizistischen Stil errichtet.
Die Grundstücke wurden im Jahr 2005 von der Stadt Arnsberg erworben. In 2008 wurden die Gartenhäuser fach- und denkmalgerecht restauriert.
In mehreren Bauabschnitten sollen die Gärten, in denen die beiden Häuser stehen, neu gestaltet werden und später einmal bis zum Mühlengraben hinunter führen und somit an den Ruhrradweg angeschlossen werden. Die Bürgergärten sind für die Öffentlichkeit zugänglich.
Ein paar Impressionen von den Gartenhäusern und dem Park gibts hier
Immer am letzten Sonntag vor dem 1. Advent wird in der evangelischen Kirche Totensonntag oder Ewigkeitsonntag gefeiert. Mit dem Totensonntag endet das kirchliche Jahr. In den evangelischen Gemeinden werden an diesem Tag die Namen der in diesem Kirchenjahr verstorbenen Gemeindemitglieder verlesen. In Gedenken an die Toten werden, ähnlich wie beim katholischen Allerseelen- bzw. Allerheiligenfest, die Friedhöfe besucht.
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Vor 20 Jahren, in der Nacht vom 09. auf den 10. November 1989 fiel die Berliner Mauer und leitete damit das Ende des Kalten Krieges und die Deutsche Wiedervereinigung ein. Zwar war Berlin von Arnsberg weit weg, aber selbstverständlich hatte der Kalte Krieg auch Auswirkungen auf die Regierungsstadt an der Ruhr. Zwischen 1945 und Anfang der 1950er Jahre kamen ca. 12 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus dem Osten Europas nach Deutschland. Zudem zogen bis zum Bau der Berliner Mauer am 13.08.1961 3,8 Millionen Menschen von Ost- nach Westdeutschland. Auch Arnsberg nahm Flüchtlinge von "drüben" auf und integrierte sie in das Stadtgebiet. Nach dem Bau der Berliner Mauer und der Errichtung des Eisernen Vorhangs traf auch Arnsberg Vorsorge für einen notfalls eintretenden "Warmen Krieg". In der Rumbecker Straße in Arnsberg wurde ein Atombunker gebaut, in dem 0,7 Prozent der Arnsberger Bevölkerung untergekommen wären. Selbst die dort geretteten Menschen hätten nur für 14 Tage Schutz gehabt, bei einer Raumtemperatur von 30 Grad Celsius, einer Luftfeuchtigkeit von 99 Prozent, einem halben Liter Wasser und 2 Scheiben Dosenbrot pro Kopf und Tag. Es ist davon auszugehen, dass auch bei den Bunkerbewohner die Sterberate von 1/3 zu befürchten gewesen wäre. In Holzen hatten die US-Streitkräfte Atomsprengköpfe gelagert. Als Michail Gorbartschow, der sowjetische Generalsekretär des Zentralkommitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, ab März 1985 mit der Perestroika den Prozess zum Umbau und zur Modernisierung des gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Systems der Sowjetunion einleitete und mit Glasnost den sowjetischen Bürgern Meinungs- und Pressefreiheit gewährte, begann eine Annährung des Ostblocks an den Westen. Die latente Bedrohung eines Krieges nahm weiter ab. Als in Berlin vor 20 Jahren die Mauer geöffnet wurde, war das das Ende der DDR. Deutschland wurde am 03.10.1990 wiedervereinigt. Auch nach Arnsberg kamen einige Bewohner der ehemaligen DDR um im westdeutschen Arnsberg ihr Glück zu finden. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, in der Zeit von 1988 bis 2004, zogen auch 3 Millionen Aussiedler und Spätaussiedler aus Ost- und Mitteleuropa nach Deutschland. Ein Teil davon kam nach Arnsberg und wurde auch hier eingegliedert und heimisch.
Tierschau in Hüsten wegen Streit mit Neheim Die Hüstener Kirmes fand zu Ehren der St. Petri Pfarrei Hüsten statt. Die Pfarrei St. Petri Hüsten zählt zu den 12 Stammpfarreien des Sauerlandes. Schon 802 n. Chr. wird Hüsten in einer Urkunde der Benediktiner-Abtei erwähnt. An die Bedeutung als Kirchort erinnert heute noch die über 1100 Jahre alte Hüstener Kirmes. 1876 wird in Hüsten der „Landwirtschaftlichen Lokal-Verein Hüsten", aus dem später die Hüstener Kirmesgesellschaft hervorging, gegründet. Veranlassung hierzu gab "das rücksichtslose Benehmen" der Neheimer Mitglieder des landwirtschaftlichen Kreisverbandes Arnsberg in der Versammlung in Hüsten am 9. Juni 1876, die verlangten, dass das Kreistierschaufest alljährlich in Neheim gefeiert werden sollte. Deshalb ließen sich 55 Neheimer Bürger in den Kreisverband Arnsberg aufnehmen und besaßen so die nötige Mehrheit um zu beschließen, dass das Kreistierschaufest in Neheim stattfinden soll. Protest dagegen half nichts. Als dann auch noch die Bemerkung fiel "Wir brauchen keine Bauern in unserem Vereine", erklärten viele Mitglieder ihren Austritt aus dem Kreisverein und gründeten den Landwirtschaftlichen Lokalverein Hüsten. Am 18.09.1876, also bereits im Gründigungsjahr, gab es die erste Tierschau auf der Hüstener Kirmes. Am 27.02.1935 wurde die Hüstener Kirmesgesellschaft gegründet. Früher fand die Hüstener Kirmes direkt in Hüsten statt. Die Karussels und Buden waren auf dem Hüstener Marktplatz und der Rönkhauser Straße aufgestellt. Der Tiermarkt fand in den Nebestraßen statt. Wegen Verkehrsbehinderungen wurde die Hüstener Kirmes später auf die Riggenweide verlegt, wo sie heute noch stattfindet. Die montags stattfindene Tierschau gibt es aber weiterhin auf dem Hüstener Marktplatz.
In der Nacht zum 17. Mai 1943 kam es im Möhnetal zu einer schrecklichen Tragödie. Eine Bombe der Royal Airforce traf die Möhnetalsperre und riss 1285 Männer, Frauen und Kinder in den Tod. Die Möhnetalsperre versorgte schon damals u. a. das Ruhrgebiet mit Trinkwasser. Die Zerstörung des Möhnedamms durch die britischen Lancaster-Bomber sollte die Wasserversorgung abschneiden. Die Sorpetalsperre hielt einen ähnlichen Angriff stand.
Die Leichen der Menschen, die in den Fluten starben wurden am Totenberg in Neheim angespült. Daher erhielt dieser Berg seinen Namen. Die Toten wurden in der Kirche Johnannes Baptist in Neheim (Sauerländer Dom) aufgebahrt. Einer von Ihnen war ein Pfarrer aus einem Ort an der Möhne, der bis zum Untergang die Glocken seiner Kirche leutete um andere Menschen vor der herannahenden Flut zu warnen. Selbst in Neheim flüchteten viele Menschen noch auf die naheliegenden Hügel der Stadt. 181 Neheimer Bürger und 724 Zivil- und Kriegsgefangene fanden auf dem Möhnefriedhof ihre letzte Ruhe. Vor dem Neheimer Dom auf der Fußgängerzone in der Nähe des Glockenspiels erinnert ein Denkmal an die vielen Toten und mahnt zum Frieden und Verständigung.
Die Schützenfestsession ist eröffnet. Bald finden wieder die großen Schützenfeste wie das Neheimer Schützenfest, das Jubiläumsjägerfest und das Hüstener Schützenfest, sowie die kleineren Schützenfeste in den einzelnen Stadtteilen und Dörfern statt. Die Schützenfeste haben vor allem im Sauerland eine lange Tradtion. Aber woher kommt der Brauch "den Vogel von der Stange zu holen"?
Die Schützenvereine wurden häufig gegründet um die Städte und Dörfer des Sauerlandes vor Plünderungen zu schützen. Die Schützenvereine des Mittelalters waren also eine Art Bürgerwehr. Kaiser Heinrich I. erließ bereits im Jahr 924 das "Gesetz zur Wehrverfassung der Städte", womit die Schützen offizieller Teil der Stadtverteidigung werden konnten. Der Schützenverein St. Johannes Baptist wurde 1607 gegründet und ist damit der älteste Verein Neheims. Schon damals wurden Musterungen und Übungen zusammen mit Umzügen gestaltet. Dazu wurden damals wie heute auch befreundete Gemeinden und Stadtoberhäupter eingeladen. Damals wie heute wurde der Vogel abgeschossen nur das es sich früher auch mal um einen echten gehandelt hat. Mit der Zeit wurden die Schützen nicht mehr zum Schutz der Städte und Dörfer gebraucht, das sie von anderen militärischen Einheite abgelöste wurden. Die Schützefeste blieben aber vor allem im Sauerland eine feste Tradition getreu dem Motto: Glaube, Sitte, Heimat. Also "Holdrio" Euch Schützen.
Heute ist Gründonnerstag. Gründonnerstag ist der Donnerstag vor Karfreitag und dem Osterwochenende. Am Gründonnerstag soll Jesus mit seinen Jüngern das Passafest gefeiert haben, an welches sich die Christen beim Abendmahl bzw. bei der Kommunion erinnern. In der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag soll Jesus gefangen genommen worden sein. Traditionell wird am Gründonnerstag etwas Grünes gegessen wie bspw. Spinat oder Grünkohl. Früher musste an diesem Tag der Zins in Form von Eier etc. an den Herrschenden gezahlt werden.Der Name "Gründonnertag" kommt entweder von den grünen Gewändern, die die Meßdiener im Mittelalter trugen oder von dem mittelhochdeutschen Wort "grienen" oder "greien", was so viel wie weinen bedeutet und sich auf die Wiedereingliederung der "Büßer" in die Kirche bezieht. Andere nehmen an, da der Gründonnerstag der Erlass der Buße und Kirchenstrafen war, dass sich die Büßer nunmehr von dürren Holz in grünes, d.h. frisches Holz verwandeln, in Anlehnung an eine Passage im Lukas-Evangelium bezieht.
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